Die Lauter dient im Sinne des Gemeingebrauchs dem ansässigen Kanusportverein als Paddelstrecke und ist somit als Bestandteil der Naherholungsinfrastruktur zu verstehen.
Im Bereich der Lautermündung in den Rhein war die Lauter bis März dieses Jahres aufgrund von Windwurf nicht mehr für Kanufahrer passierbar. Daher wurde von der Verbandsgemeinde Hagenbach der Projektansatz eingebracht, diesen Bereich wieder - im Rahmen des Gemeingebrauchs - passierbar zu machen. Dadurch wird eine mit diesem hochsensiblen Naturraum verträgliche Nutzung ermöglicht.
Hierfür war es erforderlich, dass das Totholz, welches die Durchgängigkeit per Kanu verhindert, zu entfernen. Dies wurde Ende Februar dieses Jahres durch die Verbandsgemeinde Hagenbach in Verbindung mit dem Entwässerungsverband Obere Rheinniederung durchgeführt. Durch den Strum "Xynthia" entstanden keine erneuten Schäden.
Die zuvor notwendigen Behördenabsprachen sowie eine entsprechende Verträglichkeitsprüfung konnten durch das ILE-Regionalmanagment organisiert werden.
Zur nachhaltigen Fortführung des gemeinsam zwischen Landkreis und Verbandsgemeinde im Zuge des ILE-Regionalmanagement begonnenen Engagements, wird der Bootsclub Berg e. V. für den Lauter-Abschnitt zwischen der Brücke in Neuburg und der Lautermuschel eine Gewässerpatenschaft übernehmen.
Die Patenschaft soll vorrangig den schnellen Informationsfluss bei auffälligen Veränderungen des Gewässerlaufs bzw. des Schutzgebietes gewährleistet. Gleichzeitig soll eine gewisse soziale Kontrolle geschaffen werden.
Der Bootclub leistet mit der Übernahme der Patenschaft einen wichtigen ehrenamtlichen Beitrag zum Arten- und Biotopschutz. Die feierliche Unterzeichnung des Gewässerpatenschaftsvertrages fand am Freitag, den 20.08.2010, am Bootshaus des Bootsclub Berg e. V. statt.