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Druslach Bacherlebnisweg

Die Gestaltung eines Bacherlebnisweges entlang der Druslach  ist ein Teilprojekt des Leitprojektes "Aktiv bewegen - Natur erleben". Realisiert wurde das Projekt zwischen der Lachenmühle bei Lustadt und der Rheinmündung in Lingenfeld. Ergänzt wird der Weg durch Anbindungen an den Lingenfelder S-Bahnhaltepunkt sowie an die Westheimer Ortsmitte.

Schwerpunkt ist das Erleben eines naturbelassenen Gewässerverlaufs und die damit verbundene Bekanntmachung als Erholungs- und Naturerlebnisraum sowie als touristisches Highlight.

 

DruslachLogo Bacherlebnisweg Druslach

Der Bacherlebnisweg führt die Besucher auf ausgewählten Pfaden, welche den Sichtkontakt zum Wasser zulassen, am Bach entlang. Neben der Gestaltung der Wege war auch die Möblierung mit Sitzmöglichkeiten und die Erhaltung und Pflege von Sehenswürdigkeiten wie z. B. dem Waschplatz und mehreren Grenzsteinen zu realisieren. Des Weiteren wurde eine Leitbeschilderung mit Informations- und Übersichtstafeln entlang des Weges angebracht. 

In den letzten Jahren wurden Maßnahmen zur Instandsetzung der Wege durchgeführt. Die Gruppe der ehrenamtlich tätigen Druslachpaten aus Lingenfeld verbrachte mehr als 1.000 Stunden bei Arbeiten entlang der Druslach und des Bacherlebnisweges. In Westheim arbeitete eine Gruppe ehrenamtlicher Kräfte an der Ausgestaltung des Erlebnisweges und der Zuwegung aus Richtung des Ortes.

Parallel zu den Arbeiten am Weg selbst wurde die Beschilderung des Weges gestaltet. Hierbei wurde durch die Projektgruppe ein Logo entwickelt, welches als Leitbeschilderung entlang des Weges immer wieder auftaucht und so als Wegmarkierung dient. 

Am 12. Juni 2009 wurde der erste Abschnitt des Druslach Bacherlebnisweges eröffenet. Dies geschah mittels mittels einer gemeinsamen Wanderung.   

Wegstrecke Druslach Bacherlebnisweg

Ein beinahe vollendeter Wegabschnitt ist die Anbindung des Druslach Bacherlebnisweges an den Bahnhaltepunkt Lingenfeld. Diese Anbindung wird von der Mündung der Druslach in den Rhein bis hin zum Bahnhof Lingenfeld entlang der malerischen Rheinaue verlaufen. Hier ist eine Vielzahl an Arbeiten bereits durch die engagierten Druslachpaten geleistet worde. Einige weitere Maßnahmen werden bei Vorhandensein entsprechender finanzieller Mittel durchgeführt werden.

 

Rheinaue:

Die letzten Auwälder am Rhein üben eine einzigartige Faszination auf jeden Besucher aus. Bei genauem Hinsehen erschließt sich die exotische Welt des Auwaldes mit einem ungewöhnlichen Artenreichtum an Tieren und Pflanzen. Der Lebensraum am Rande der wichtigsten Wasserstraße Europas ist von jährlichen Hochwassern geprägt. In Senken und Mulden bleibt dieses Wasser oft über Monate stehen. Die Natur hat sich darauf eingestellt. Eine Vielzahl seltener Tier- und Pflanzenarten konnte in den Auwäldern überleben.

Rheinaue   Rheinaue

Mit der Anbindung des Bacherlebnisweges an den S-Bahnhof Lingenfeld wird die Möglichkeit geschaffen, Einblicke in dieses schützenswerte Auengebiet zu erhalten. Derzeit wird dieser äußerst interessante Wegabschnitt durch engagierte Bürger der Ortsgemeinde Lingenfeld hergerichtet. Aussichtspunkte mit Sitzgelegenheiten sollen zum Verweilen und Genießen einladen. Dabei kann auch die einzigartige Naturlandschaft mit ihren Bewohnern während der verschiedenen Jahreszeiten betrachtet werden. 

 

Waschplatz:

Der historische Waschplatz an der Druslach bei Lingenfeld wurde durch mehrere ehrenamtliche Helfer freigelegt und zugänglich gemacht.

Wäscherin an der Tuchbleiche   Waschplatz

Der Waschplatz besteht aus drei Waschbänken, welche aus behauenen Sandsteinblöcken zusammengesetzt sind. In früheren Zeiten wurden auf diesen die zuvor mit Kernseife behandelte Wäsche gebürstet, gerieben und geklopft. Zum Ausspülen der Wäsche stiegen die Waschfrauen über die steinernen Stufen in den fließenden Bach. Auf der nahen Wiese wurde die Wäsche durch das Sonnenlicht gebleicht und getrocknet. Daher auch der Name "Tuchbleiche". 

 

Mariengrotte:

Die Mariengrotte an der Oberwaldbrücke wurde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts von Lingenfelder Christen errichtet. Sie setzen damit, in Gegenden mit überwiegend katholischer Tradition, ein übliches Wegzeichen. Dieses Votivbild diente als Zeichen des Dankes für die Rettung vor Unheil, Krankheit oder einem Unfall. Es sollte aber auch als Bitte um den Schutz auf dem Weg stehen.

Vermutlich diente die weltbekannte Lourdes-Grotte als Vorbild für das allerorts sehr beliebte Motiv der Mariendarstellung in einer Grotte bei einer Quelle. 

 

Mariengrotte

 

Grenzsteine:

Drei Grenzsteine an einer Wegbiegung markieren die Gemarkungsgrenze zwischen Lingenfeld und Westheim. Hier wurde ein Rastplatz gestaltet und bietet nun die Möglichkeit die Aussicht auf das malerische Bachbett der Druslach zu genießen.

Gruppenbild Grenzsteine
Grenzsteine