Im Zuge der demografischen und sozial-kulturellen Veränderungsprozesse in unserer Gesellschaft gewinnen die Themen Älterwerden und auch Pflegebedürftigkeit zunehmend an Bedeutung. Jeder von uns und immer mehr Menschen kommen mit dem Älterwerden in Berührung: in der eigenen Biografie, in Familie, Freundeskreis und Nachbarschaft. Aber: Alter bedeutet nicht gleich Krankheit oder Hilfe- und Pflegebedürftigkeit. Viele ältere Menschen bewältigen ihren Alltag eigenständig und selbstbestimmt mit einem hohen Maß an Kompetenz. Dennoch steigt vor allem im hohen Alter und den damit einhergehenden gesundheitlichen Veränderungen die Wahrscheinlichkeit, auf Hilfe, Unterstützung und Pflege angewiesen zu sein.
Die Mehrzahl der älteren Menschen lebt zu Hause, in der eigenen Wohnung/ im eigenen Haus, in der Gemeinde. Dies trifft auch für hilfe- und pflegebedürftige Menschen zu und es besteht gleichzeitig der Wunsch, solange wie möglich zu Hause zu leben und die notwendige Unterstützung dort in Anspruch nehmen zu können. Diese wird mehrheitlich - und meist unter großem persönlichen Einsatz - von Angehörigen und/ oder nahestehenden Personen, alleine oder mit Unterstützung professioneller Dienste und Anbieter erbracht. Ohne diese Leistungen der Familie wäre der Vorrang der häuslichen Pflege, der im Pflegeversicherungsgesetz verortet ist, nicht aufrecht zu erhalten.
Um hilfs- und pflegebedürftigen Menschen den Verbleib in der eigenen Häuslichkeit zu ermöglichen ist ein bedarfsgerechtes, ortsnahes und differenziertes Angebot ambulanter, teilstationärer, stationärer - sowie ehrenamtlich geleisteter - Hilfen als Unterstützung für hilfe- und pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen unerläßlich. "Die pflegerische Versorgung der Bevölkerung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe" (§ 8, Abs. 1 SGB XI). Unter dem Stichwort "Pflegemix" wird ein enges Zusammenwirken von familiär-privaten, bürgerschaftlich-ehrenamtlichen und professionellen Unterstützungs- und Organisationsformen immer mehr an Bedeutung gewinnen.
Die Regionale Pflegekonferenz ist das Gremium im Landkreis Germersheim, in dem pflege- und pflegerelevante Fragen unter Teilhabe der verschiedenen Anbieter und Verantwortungsträger gemeinsam vorgestellt und diskutiert werden.