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Römer in der Region

Die Geschichte unserer Region lässt sich bis in die Römerzeit zurückverfolgen. Zahlreiche bedeutende antike Ausgrabungsfunde im gesamten Oberrheinraum bezeugen die geschichtsträchtige gemeinsame Vergangenheit von Südpfalz und Nordelsass.

Die Römer prägten die Region nachhaltig. Bei der Besiedlung der germanischen Provinz brachten sie ihre Traditionen und Kultur mit z. B. die feine Terra Sigillata-Töpferkunst. Viele einheimische Pflanzen wurden von ihnen aus Italien eingeführt z. B. die Kastanie und die Walnuss. Der einflussreichste Import war jedoch die Rebe, die den Anbau des beliebten Pfälzer Weins erst möglich machte.

Im Zuge ihrer Eroberungen drangen die Römer vor über 2000 Jahren bis zum Oberrhein vor, um nach Gallien eingewanderte germanische Völkerstämme zurückzudrängen. Dadurch waren die Pfälzer seit Cäsars Eroberung von Gallien Einwohner des Römischen Reiches. Das Gebiet des heutigen Landkreises Germersheim, zwischen den römischen Legionslagern Argentorate (Strasbourg) und Mogontiacum (Mainz) in der Provinz Germania Superior gelegen, wurde während der römischen Herrschaft von Noviomagus (Speyer) aus verwaltet.

Unter Kaiser Augustus begannen ab 13 v. Chr. die Germanenfeldzüge, die die Stationierung von Legionen am Oberrhein zur Folge hatten. Für die Versorgung der Truppen errichtete man eine Straßenverbindung von Italien bis nach Obergermanien, die parallel zum Rhein verlief. Diese Römerstraße bildete den Landweg für die Erschließung der römischen Provinzen und wurde in den folgenden Jahrhunderten zur wichtigsten Entwicklungsachse für Handel, Verkehr und Kultur des Römischen Reiches.

Seit dem 3. Jahrhundert n. Chr. setzte mit den Einfällen der Alamannen, Franken und Juthungen am Oberrhein eine unruhige Zeit nicht abreißender germanischer Plünderungszüge ein. Brandschatzend fielen sie in die römischen Provinzen ein, beraubten und verschleppten die Bevölkerung. Ein bedeutsames Zeugnis dieser Epoche ist der sensationelle bei Neupotz entdeckte Barbarenschatz.

Nach dem Fall des obergermanisch-rätischen Limes wurde der Rhein faktisch wieder zur Grenze des Imperiums. Um diese gegen das freie Germanien zu schützen, initiierte Kaiser Valentinian ein Festungsbauprogramm. Er ließ linksrheinisch an strategischen Punkten einen Kastellgürtel errichten. Im Oberrheingebiet gab es solche Kastelle z. B. in Seltz, in Rheinzabern und in Speyer.

Besonders das an der Römerstraße liegende Vicus Tabernae, das heutige Rheinzabern, erlangte im 3. Jahrhundert n. Chr. große Bedeutung als provinzialrömisches Zentrum der Töpferindustrie.