Projektbeschreibung
Unsere Region wird durchzogen von einem kulturhistorisch einzigartigen Denkmal aus der Antike, einer Römerstraße von Italien bis zur Nordsee. Die knapp 2000 Jahre alte Römerstraße verläuft linksrheinisch von den Alpen über Strasbourg, Speyer und Mainz bis nach Xanten. Sie war eine bedeutende Grundlage für Handel, Verkehr und Besiedlung der römischen Provinzen.
Besonders im Bereich des Oberrheins, in der Südpfalz und im Nordelsass, sind weite Teile der Straße bis heute gut sichtbar im Gelände erhalten. Etliche Feldwege und Ackerfluchten orientieren sich am Verlauf der historischen Straße. Obwohl gerade im Landkreis Germersheim gegenwärtig noch ca. 70 % der Römerstraße erhalten sind, ist die antike Straßensubstanz jedoch für den Laien kaum erkennbar.
Ziel des Projektes Via Rhenana ist es nun, das einmalige historische Potential der Römerstraße zu nutzen und sie archäologisch zu erschließen, um sie touristisch nutzbar zu machen. Die gemeinsamen historischen Wurzeln der Region am Oberrhein werden dadurch für eine breite Öffentlichkeit sichtbar und die heute noch erhaltene Sraßensubstanz wird langfristig in ihrem Bestand gesichert.
Bereits 2007 wurde von der Kommunalberatung UnternehmenRegion im Auftrag der Gemeinden Rheinzabern in der Pfalz und Seltz im Elsass eine kulturwissenschaftliche Studie zur archäologischen Bestandsaufnahme durchgeführt und eine umfassende Konzeption zur touristischen Inwertsetzung des gemeinsamen kulturellen Erbes erarbeitet.
Um nun mit Nachdruck die kulturtouristische Erlebbarmachung des römischen Lebens entlang der Via Rhenana realisieren zu können, haben der Landkreis Germersheim sowie der PAMINA-Rheinpark für die Kofinanzierung der bereits detailliert geplanten Maßnahmen EU-Fördermittel im Rahmen des Programms "INTERREG IV Oberrhein" beantragt.
Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zur touristischen Angebotsgestaltung und Vermarktung sieht verschiedenste Entwicklungsmaßnahmen vor wie z.B. die Gestaltung eines Römerwanderwegs entlang der Via Rhenana oder die Visualisierung der rekonstruierbaren Wegführung durch Panoramafenster. An einzelnen Stationen werden wissenschaftlich abgesicherte, didaktisch aufbereitete und touristisch ansprechend dargestellte Informationen angeboten.