09.03.2009
1. Wirtschaftlich schwierige Zeiten erfordern eine intensivere Kommunikation zwischen Unternehmen und Banken. Halten Sie deshalb Ihre Hausbank in kürzeren Abständen über ihre Geschäftsentwicklung auf dem Laufenden.
2. Das Ende schwieriger Zeiten ist meist nicht abzusehen. Berechnen Sie mögliche Liquiditätsszenarien bei unterschiedlichen Geschäftsentwicklungen (worst case nicht vergessen).
3. Das Eigenkapital sollte nicht zugunsten der Liquidität angegriffen werden, weil das die Bonität gefährdet.
4. Entwickeln Sie frühzeitig mit Ihrer Bank ein neues Finanzkonzept, bevor die Bonität in den Keller geht. Eine mittelfristige Finanzierung unter Beteiligung der Investitions- und Strukturbank (ISB) kann die anstehende Durststrecke überbrücken und die Liquidität für die nächsten Monate sichern.
5. Bonität, Sicherheit und Rating unterliegen in schwierigen Zeiten einer intensiveren Prüfung durch die Banken. Beteiligen Sie Ihren Finanzexperten oder
Steuerberater an Bankgesprächen.
6. Die Sicherstellung der Liquidität geht in der aktuellen Situation vor Rentabilität. Eine solide mittelfristige Finanzierung sollte deshalb einem kurzfristigen „Zinsschnäppchen" vorgezogen werden.
7. Banken verfügen aktuell über ausreichend Liquidität, um interessante
Investitionsprojekt zu finanzieren. Kreditanträge werden abgelehnt, wenn entweder das Investitionsvorhaben zu risikoreich ist, inhaltlich nicht überzeugt oder unzureichend dargestellt ist (KfW-Studie).
8. Im Soforthilfeprogramm hat das Land Rheinland-Pfalz den Bürgschaftsrahmen für Unternehmen von 400 auf 800 Mio. Euro aufgestockt. Finanzierungen aus dem Soforthilfeprogramm stehen für Betriebsmittel (ohne Zweckbindung), auch großen und konzernabhängigen Unternehmen zur Verfügung. Die Koordinierungsstelle und die Investitions- und Strukturbank (ISB) nehmen Unternehmensanfragen auch telefonisch entgegen (ISB, Tel: 06131/985497). Alle Finanzierungsprogramme und Konditionen sind unter www.isb.rlp.de einsehbar.