Kreisverwaltung Germersheim

Geplante Sanierung der Rheinbrücke Maxau (B 10) zwischen Wörth und Karlsruhe

Landrat Brechtel fordert Konzept zur Vermeidung verkehrlicher Beeinträchtigungen – ZSPNV hat bereits umfangreiches Zusatzangebot erarbeitet

In einem Schreiben an das Regierungspräsidium Karlsruhe fordert Landrat Dr. Fritz Brechtel auch in seiner Funktion als Verbandsvorsteher des Zweckverbandes Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd ein Gesamtkonzept darüber, wie der Verkehr insgesamt während der Bauzeit von ca. 20 Monaten bewältigt werden soll. „Es ist mir wichtig, dass das Regierungspräsidium Karlsruhe als Projektträger alles unternimmt, um die zu erwarteten Beeinträchtigungen zu vermeiden oder zumindest zu vermindern“, so Brechtel. Er bietet in dem Schreiben auch die Mitarbeit bei der Erstellung eines des Verkehrsentlastungskonzeptes an, „denn es gilt, alles zu unternehmen, um die größten Beeinträchtigungen während der Sanierungsphase im Straßenverkehr zu kompensieren.“

Landrat Brechtel verweist darauf, dass in einem ersten Schritt der ZSPNV in seinem Auftrag bereits ein umfangreiches Angebot auf der Schiene insbesondere für die Pendler erarbeitet hat: „Während der Bauzeiten werden zusätzliche Züge bereitstehen. Zusätzlich zum heutigen Angebot werden je Werktag insgesamt rund 2.600 Sitzplätze (Summe beide Richtungen von und nach Karlsruhe) angeboten. Auch für die voraussichtlich vier Wochenenden, an denen die Autobrücke voll gesperrt sein wird, haben wir als ZSPNV Süd ein umfangreiches Entlastungsprogramm erstellt“, schreibt Brechtel. So werden während der Vollsperrungen der Rheinbrücke an Wochenenden insgesamt ca. 14.000 zusätzliche Sitzplätze je Wochenende bereitgestellt. Dies betrifft die Fahrten zwischen der Südpfalz und Karlsruhe. Es handelt sich bei Germersheim und Karlsruhe von morgens bis nachmittags um einen 30-Minutentakt durch stündliche Zusatzzüge der S-Bahn Rhein-Neckar sowie längere Züge zwischen Neustadt, Landau.

„Dies ist ein wertvoller Beitrag, den der Schienenpersonennahverkehr zur Bewältigung des Verkehrsengpasses leisten kann. Allerdings werden weitere, Maßnahmen im Sinne eines Verkehrsgesamtkonzeptes benötigt“, fordert Brechtel und bittet, die weiteren Schritte zu gehen, um ein mögliches Verkehrschaos zu vermeiden.

Die Baumaßnahmen an der Wörther Rheinbrücke starten ab Anfang August 2018 und werden voraussichtlich bis Ende September 2019 andauern. Während der Bauphase wird es absehbar zu starken Verkehrsbeeinträchtigungen kommen.