Kreisverwaltung Germersheim

Landrat Brechtel: Haus Leben am Strom jetzt auch Umweltbildungseinrichtung

Das Haus Leben am Strom wurde am 16. März 2017 offiziell als schulnahe Umwelterziehungseinrichtung des Landes Rheinland-Pfalz (SchUR-Station) eingeweiht. „Bereits im Jahr 2015 erfolgten die Zertifizierung und die damit verbundene Anerkennung als außerschulische Lernstätte und Kooperationspartner für Umweltbildung. Nun haben wir eine komplett eingerichtete Forschungswerkstatt mit hervorragenden Möglichkeiten zur praktischen Umweltbildung und Umweltforschung“, so der Vorsitzende des Vereins zur Förderung von Umweltbildung und römischer Geschichte, Landrat Dr. Fritz Brechtel.

Der Geschäftsführer des Vereins zur Förderung von Umweltbildung und römischer Geschichte, Dieter Heim, hatte die Initiative für das Projekt ergriffen und die Weiterentwicklung intensiv vorangetrieben. Für die fachliche Betreuung und die Durchführung von Exkursionen und Projekten konnten mit Dr. Astrid Schnakenberg und Wolfgang Wagemann zwei kompetente ehrenamtlich engagierte Biologen gewonnen werden.

Seit der Zertifizierung hat sich einiges getan: die naturkundlichen Möglichkeiten in Neupotz und Umgebung wurden ermittelt und erste Angebote ausgearbeitet. Jetzt verfügt das Haus Leben am Strom über eine beachtliche Ausstattung, die u. a. aus Mikroskopen, einem Wasseranalysekoffer, Planktonnetzen, Bestimmungsbüchern und Lupen besteht.

Der Vorsitzende des Vereins zur Förderung von Umweltbildung und römischer Geschichte, Landrat Dr. Fritz Brechtel, begrüßte bei der offiziellen Einweihung als Ehrengäste die Vizepräsidentin des Landtags Barbara Schleicher-Rothmund, den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Jockgrim Uwe Schwind, Ortsbürgermeister Roland Bellaire, Ortsbürgermeister a.D. Emil Heid sowie Inge Hoffmann und Klaus Hammer, die mit ihrem „Polderlied“ für ein stimmungsvolles musikalisches Rahmenprogramm sorgten. Landrat Dr. Fritz Brechtel bezeichnete Neupotz aufgrund seiner vielfältigen Biotoptypen und unterschiedlichen Gewässerarten auf engstem Raum als einen „Hotspot“ der biologischen Vielfalt. In enger und kontinuierlicher Zusammenarbeit zwischen dem Verein zur Förderung von Umweltbildung und römischer Geschichte, der Ortsgemeinde Neupotz und dem Regionalmarketing der Verbandsgemeinde Jockgrim seien nun die notwendigen Voraussetzungen für ein umfassendes Umweltbildungsangebot geschaffen worden.

Nach den Worten von Ortsbürgermeister Roland Bellaire ist das Thema Umweltbildung eine wertvolle Ergänzung des Angebots im Haus Leben am Strom und der Lusoria Rhenana, das bei jungen Menschen einen bleibenden positiven Eindruck von dem Ort Neupotz hinterlassen kann. Er bedankte sich bei allen Beteiligten, die dies ermöglichten.

Bürgermeister Uwe Schwind sieht in den nun bestehenden Möglichkeiten eine interessante und wichtige Erweiterung des wohnortnahen Bildungsangebotes in der Verbandsgemeinde Jockgrim. Er ermunterte die Lehrer der Schulen in der Verbandsgemeinde Jockgrim und des weiteren Umfelds von diesem qualitativ hochwertigen Angebot für Projekttage und Exkursionen Gebrauch zu machen, um das Haus Leben am Strom mit Leben zu erfüllen.

Dr. Astrid Schnakenberg und Wolfgang Wagemann bedankten sich u. a. bei den Sponsoren für die Ausstattung. Dadurch seien die Teilnehmer der Führungen in der Lage, ihr gelerntes Wissen praxisnah und unkompliziert umzusetzen. Durch den Wasseranalysekoffer beispielsweise werden abiotische Faktoren (Sauerstoff, elektrische Leitfähigkeit, Temperatur, Phosphat, Nitrat, etc.) bezeichnet. Mit den Planktonnetzen werden Gewässerproben für die mikroskopische Analyse entnommen. Wirbellose Kleinlebewesen, die im Wasser leben, werden mit Hilfe der Lupen und der Federstahlpinzetten untersucht. Die Bestimmung der biotischen Faktoren (Lebewesen) erfolgt durch die umfassende Fachliteratur.

Weitere Informationen: Haus Leben am Strom, Hauptstraße 4, 76777 Neupotz, Tel. 07272/7000261, www.leben-am-strom.de.