Kreisverwaltung Germersheim

Sperrmüllabholung nach Bedarf - Kreistag entscheidet Ende September über Ende der festen Sperrmülltermine

06.09.2017 - „Das Durchwühlen von bereitgestelltem Sperrmüll vor den Haustüren, Verkehrsbehinderungen durch unzählige Lieferwagen von Sperrmüllsammlern und chaotische Zustände auf deren Umschlagplätzen können ab 2018 der Vergangenheit angehören“, sagte Landrat Dr. Fritz Brechtel nach der Sitzung des Abfallwirtschaftsausschusses am 5. September. Dieser empfiehlt, das Sperrmüllsystem im Landkreis Germersheim umzustellen: Wenn der Kreistag Ende September dem entsprechenden Beschlussvorschlag der Verwaltung zustimmt, wird es künftig keine festen Sammeltermine mehr geben, stattdessen ausschließlich Sperrmüll auf Abruf. Das heißt, jeder Haushalt hat damit die Möglichkeit, zweimal im Jahr einen Termin für die Sperrmüllabholung dann zu vereinbaren, wenn er ihn auch tatsächlich braucht.

Seit Januar laufen entsprechende Modellversuche in der Verbandsgemeinde Rülzheim sowie in der Gemeinde Jockgrim. „Inzwischen hat sich gezeigt, dass die Aktivitäten der unbefugten Sperrmüllsammler und die negativen Begleiterscheinungen deutlich zurückgegangen sind. Eine Umstellung des Sperrmüllsystems mit dem Verzicht auf einen fest terminierten Sammeltag würde dort auf Dauer begrüßt“, berichtete Landrat Brechtel. Zudem gab es weder in der Verbandsgemeinde Rülzheim noch in Jockgrim negative Rückmeldungen von Bürgern.

Weitere Verbandsgemeinden und Städte haben inzwischen ebenfalls den Wunsch nach Umstellung des Abholsystems geäußert. „Nach den Rückmeldungen der Modellversuchs-Teilnehmer und nach Prüfung der Voraussetzungen und der Verträge für eine dauerhafte Umstellung mit der Firma SUEZ konnte die Verwaltung dem Abfallwirtschaftsausschuss und nun dem Kreistag den Beschlussvorschlag zur Umstellung des Systems und hin zu einem noch besseren Kundenservice unterbreiten“, so Brechtel weiter und betonte, dass „Sperrmüll auf Abruf den Kreis zwar etwas mehr als feste Sammelterminen kostet, die Bürger dadurch aber nicht mit höheren Abfallgebühren rechnen müssen.“