"Ich will Kekse, kein Spinat" - Netzwerkkonferenz Kindeswohl und Kindergesundheit

Was Kinder brauchen und Eltern leisten können

Das Foto zeigt eine Gruppe von Menschen, die von ihren Stühlen aufgestanden sind. Meist mit dem Rücken zum Betrachtenden.
Gut vernetzt: Bei der Netzwerkkonferenz Kindeswohl tauschten sich rund 250 Fachkräfte aus.       Foto: KVGER/Gauweiler

„So viele waren wir noch nie!“, resümierte der Erste Kreisbeigeordnete und Geschäftsbereichsleiter, Christoph Buttweiler, gleich zu Beginn der Netzwerkkonferenz im November in der Wörther Festhalle. Rund 250 Fachkräfte aus Jugend- und Gesundheitshilfe sind der Einladung des Jugendamtes gefolgt, um sich im Schwerpunkt mit kindlichen Bedürfnissen und den elterlichen Ressourcen zu widmen.

„Es ist unglaublich, wie viele bekannte und vor allem auch neue Gesichter heute da sind“, freute sich auch die Kreisjugendamtsleiterin Denise Hartmann-Mohr über die Vielfalt und Vielzahl der Teilnehmenden.

Doch noch bevor diese in die thematische Tiefe einsteigen konnten, lernten sich die Anwesenden mittels Speed-Dating besser kennen und tauschten sich dabei über ihre ganz eigenen Zugänge zu Ratsuchenden aus. Nebenbei sorgte das Format im weiteren Verlauf des Tages dafür, dass die neu gefundenen Gesprächspartner ihr Gespräch auch in den Pausen und Networking-Phasen angeregt fortsetzten.

Für den Hauptvortrag des Treffens hatte sich das Team um Netzwerkkoordinator und Moderator Mirco Leingang die Dipl. Psychologin Jessica Kuehn-Velten aus Grevenbroich eingeladen. Als Expertin für Eltern-Kind-Bindung verstand sie es auf kurzweilige und leicht nachvollziehbare Weise diese mitunter fragile Balance zwischen Eltern und Kindern darzustellen und auf Chancen und Hemmnisse einzugehen.

Nicht aber, sondern auch

Neben der theoretischen Einordnung am Vormittag setzte Kuehn-Velten ihren Vortrag am Nachmittag fort und übertrug die Inhalte direkt in die Fachpraxis. Konkret ging es beispielsweise um Impulse für die eigene Gesprächstechnik und eine positive und offene Haltung den Familien gegenüber. „Es geht darum, die Kinder zu schützen, ohne die Eltern zu beschämen. Eine vertrauensvolle Beziehung zu den Eltern aufzubauen, ist als ein Gelingensfaktor in der Beratung zu verstehen“, bemerkt Hartmann-Mohr.

Gegen Ende der Konferenz blickte Co-Moderator Jan Thüner zusammen mit Fachkräften aus dem Landkreis u. a. aus Frühförderzentrum, KiTa-Sozialarbeit, Familienbüro und Beratungsstelle auf die Niedrigschwelligkeit der Angebote und die Zugänge von Ratsuchenden.

Nach der Mittagspause sorgte Musiker Harald Laudenbach mit Trommeln und Sprech-Chören „Ich will Kekse – kein Spinat“ für einen unterhaltsamen Wiederreinstieg ins Thema. Apropos Spinat: Den gab es in Wörth nicht. Dafür aber Brezeln, Waffeln und Suppe – kompetent serviert von der Bistro-Ausbildungsklasse der BBS Wörth.