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Neue Treffpunkte für junge Menschen in Kandel:
Beteiligungsprojekt zeigt Wirkung
Im Rahmen des Jugendbeteiligungsprozesses „Jugend spricht“ werden in der Verbandsgemeinde Kandel neue Treffpunkte für junge Menschen entstehen. Das Projekt ist Teil des Landesprogramms „JES! – Eigenständige Jugendpolitik mit PEP vor Ort“, an dem der Landkreis Germersheim beteiligt ist und das durch das Kreisjugendamt begleitet wird.
„Wir wollen Jugendliche nicht nur anhören, sondern ihnen echte Mitgestaltung ermöglichen. Dass nun konkrete Treffpunkte entstehen, zeigt, wie wirkungsvoll Beteiligung sein kann“, betont Landrat Martin Brandl. Das Projekt startete Anfang des Jahres mit einer breit angelegten Online-Umfrage, an der sich zahlreiche Jugendliche beteiligten. In einem weiteren Schritt wurden die Ergebnisse bei der Veranstaltung „Jugend spricht“ im April gemeinsam diskutiert, Projektideen entwickelt und priorisiert. Dabei zeigte sich deutlich: Der Bedarf an Treffpunkten im öffentlichen Raum ist hoch.
Auf dieser Grundlage konkretisierten Jugendliche gemeinsam mit der Jugendpflege und der Verbandsgemeindeverwaltung ihre Ideen. Ende Juni besichtigte eine Gruppe Jugendlicher die möglichen Standorte, eine andere Gruppe konnte online abstimmen. So gaben insgesamt 25 Jugendliche ihre Einschätzung ab.
„Die hohe Beteiligung und die vielen konstruktiven Vorschläge zeigen, wie verantwortungsvoll junge Menschen ihren Lebensraum mitgestalten wollen. Diesen Prozess unterstützen wir als Kreis ganz bewusst“, so der Erste Kreisbeigeordnete Christoph Buttweiler. Im Ergebnis wurde ein konkretes Konzept für zwei neue Treffpunkte entwickelt.
Am nordwestlichen Ortsrand oberhalb des Neubaugebiets entsteht ein Rückzugsort für Jugendliche aus dem Wohngebiet. Geplant ist eine kleine, wettergeschützte Hütte mit Tisch und Sitzgelegenheiten, die zugleich als Rastplatz für Radfahrer dienen kann. Ein weiterer Treffpunkt wird zentral zwischen Schwanenweiher und Skateanlage eingerichtet. Dort sind mehrere offene Sitzgruppen mit runden Tischen vorgesehen, die Raum für Begegnung, Gespräche und gemeinschaftliche Aktivitäten bieten.
Im Verlauf des Projekts wurde deutlich, dass es den Jugendlichen nicht nur um Ausstattung geht, sondern vor allem um Orte der Begegnung, Gemeinschaft und des Rückzugs. Die geplanten Treffpunkte greifen diese Bedürfnisse auf und sollen langfristig zur Identifikation mit dem eigenen Wohnort beitragen. Dazu Mike Schönlaub, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kandel: „Die Ergebnisse dieses Beteiligungsprojekts zeigen eindrucksvoll, wie wichtig es ist, junge Menschen frühzeitig in kommunale Entscheidungsprozesse einzubinden. Die neuen Treffpunkte sind nicht nur Orte zum Verweilen, sondern ein sichtbares Zeichen dafür, dass die Anliegen und Ideen unserer Jugendlichen ernst genommen werden. Als Verbandsgemeinde ist es uns ein großes Anliegen, Räume zu schaffen, in denen sich junge Menschen wohlfühlen, begegnen und ihren Lebensraum aktiv mitgestalten können.“
Die Finanzierung erfolgt durch Mittel der Verbandsgemeinde Kandel und des Landes Rheinland-Pfalz. Begleitet wird das Projekt durch das Kreisjugendamt Germersheim, das den Beteiligungsprozess initiiert und koordiniert hat. Auch bei der Umsetzung wollen sich viele der beteiligten Jugendlichen aktiv einbringen und beim Bau der Treffpunkte mitwirken. Damit wird aus einem Beteiligungsprojekt ein sichtbares Ergebnis im öffentlichen Raum – gestaltet von jungen Menschen für die Gemeinschaft.