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Neubau von Mensa und Multifunktionsfeld an der IGS
Grünes Licht für den Schulstandort Kandel
Die Integrierte Gesamtschule (IGS) Kandel macht einen großen Schritt in Richtung einer modernen und zukunftsfähigen Ganztagsbetreuung. Der Kreistag Germersheim hat in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich den Weg für den Neubau eines modernen Mensagebäudes mit integrierten Ganztagesräumen sowie eines neuen Kleinspiel- und Multifunktionsfeldes freigemacht. Damit wird die bisherige Container-Interimslösung nach Fertigstellung der Vergangenheit angehören.
Seit dem Schuljahr 2025/2026 wird die IGS Kandel als Ganztagsschule in Angebotsform geführt. Um den Schülerinnen und Schülern von Beginn an ein warmes Mittagessen zu ermöglichen, wurde kurzfristig eine Containeranlage auf einer ehemaligen Busspur errichtet. Mit dem jetzigen Baubeschluss wird nun die dauerhafte, architektonisch anspruchsvolle und barrierefreie Lösung realisiert.
Dazu Landrat Martin Brandl: „Die Erweiterung der IGS Kandel zur Ganztagsschule war ein Meilenstein für die Bildungslandschaft in unserem Landkreis. Jetzt schaffen wir auch die bauliche Infrastruktur, die modernen pädagogischen Konzepten gerecht wird. Mit dem neuen Mensagebäude entsteht nicht nur ein Ort der Verpflegung, sondern ein lebendiger Begegnungsraum für die Schulgemeinschaft.
Modernes Raumkonzept und multifunktionale Nutzung
Der eingeschossige Neubau, geplant vom Stuttgarter Büro „Drei Architekten“, schließt den neuen Schulpausenhof nach Süden ab. Herzstück ist der barrierefreie Speisesaal, der für einen Zweischichtbetrieb mit jeweils 100 Essen ausgelegt ist. Große Glasfronten bieten den Jugendlichen weite Blickbeziehungen über eine überdachte Außenterrasse hin zum Schulhof und dem neuen Außenspielfeld. Die Küche wird als moderne Aufbereitungsküche realisiert.
Ergänzt wird das Gebäude durch drei nach Süden ausgerichtete Ganztagesräume. Dank einer leicht eingezogenen Fassade wird hier ein natürlicher, baulicher Sonnenschutz gewährleistet. Das Besondere: Die Räume lassen sich bei Bedarf mit der Hauptfläche der Mensa zusammenschalten. Dadurch entsteht ein großzügiger Veranstaltungsraum, der Platz für schulische Events mit bis zu 199 Personen bietet. Alle Vorgaben der Schulbaurichtlinie werden bei der kompakten und wirtschaftlichen Planung eingehalten.
Finanzierung und Zeitplan
Die Gesamtkosten für das Mensagebäude belaufen sich auf rund 5,2 Millionen Euro. Für das angrenzende Kleinspiel- und Multifunktionsfeld sind weitere 360.000 Euro veranschlagt. Das Land Rheinland-Pfalz steuert einen erwarteten Zuschuss von knapp 1,5 Millionen Euro bei, sodass der Eigenanteil des Landkreises bei rund 4,06 Millionen Euro liegt. Für das laufende Haushaltsjahr 2026 sind bereits 900.000 Euro eingeplant, zudem wurde eine Verpflichtungsermächtigung über 2,75 Millionen Euro bereitgestellt.
Die Kreisverwaltung bereitet nun die nächsten Schritte vor: Der Bauantrag soll noch im Juni 2026 eingereicht werden. Nach der Ausschreibung und Vergabe der Bauleistungen im Frühjahr 2027 ist der offizielle Baubeginn für das Frühjahr 2027 projektiert.