64 Sirenenanlagen 

Sirenenwarnnetz im Landkreis Germersheim erfolgreich getestet

Alle 64 Sirenenanlagen im Landkreis Germersheim haben am bundesweiten Warntag am Donnerstag, 10. September 2026, wie vorgesehen ausgelöst. Auch die Sprachdurchsagen liefen an sämtlichen Standorten ordnungsgemäß. Damit verlief der Test des Sirenenwarnnetzes erfolgreich. „Wir sind mit dem Ergebnis des heutigen Warntags sehr zufrieden. Dass Sirenen funktioniert haben zeigt, dass die technischen Anpassungen und die gemeinsam mit dem Dienstleister vorgenommenen Arbeiten erfolgreich waren“, erklärt Landrat Martin Brandl. „Unser Ziel ist es, die Bevölkerung im Ernstfall zuverlässig und schnell zu erreichen. Der heutige Test ist dafür ein wichtiges Signal.“

das foto zeigt Die Sirenenanlage auf dem Dach der Realschule plus in Bellheim bei der Montage im Juli 2025.
Die Sirenenanlage auf dem Dach der Realschule plus in Bellheim bei der Montage im Juli 2025.

Bereits beim kreisweiten Warntag am 8. August waren die meisten Sirenenanlagen planmäßig ausgelöst worden. An wenigen Standorten war es damals noch zu technischen Störungen gekommen. Diese konnten inzwischen behoben werden. Auch Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Christian Betzel zieht eine positive Bilanz: „Aus Sicht des Brand- und Katastrophenschutzes ist der heutige Warntag sehr gut verlaufen. Der Test hat gezeigt, dass unser Sirenenwarnnetz auch im Zusammenspiel mit dem vorgesehenen Auslösekonzept zuverlässig arbeitet.“ Bei den Sprachdurchsagen gilt , dass diese mehrfach hintereinander mit zeitlichem Abstand wiederholt werden. „Die Sprachdurchsagen sind grundsätzlich nicht dafür ausgelegt, innerhalb von Gebäuden zuverlässig gehört oder verstanden zu werden“, erläutert Betzel. „Durch die mehrfache Wiederholung sollen die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit erhalten, sich gegebenenfalls an ein geöffnetes Fenster oder ins Freie zu begeben, um die Durchsage wahrzunehmen.“

Der bundesweite Warntag dient dazu, die technischen Abläufe der verschiedenen Warnsysteme zu überprüfen und die Bevölkerung für das Thema Warnung zu sensibilisieren. Um 11 Uhr löste das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) eine zentrale Probewarnung über das Modulare Warnsystem (MoWaS) aus. Diese wurde unter anderem über Warn-Apps wie NINA und KATWARN sowie über Cell Broadcast verbreitet. Gegen 11.45 Uhr folgte, auch über die Sirenen, die Entwarnung. Beim diesjährigen Warntag wurde erstmals auch die Entwarnung über Cell Broadcast erprobt.

„Der heutige Test hat erneut gezeigt, wie wichtig ein abgestufter Warnmittelmix ist“, betont Landrat Brandl. „Sirenen, Warn-Apps, Cell Broadcast, Rundfunk, Internetangebote und soziale Medien ergänzen sich. So können möglichst viele Menschen erreicht werden – auch dann, wenn ein einzelner Warnweg nicht funktioniert oder von einer Person nicht genutzt wird.“ Eine erste Auswertung einer kreisweiten Umfrage ergab, dass mehr als 90 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Sirenen und die Sprachdurchsagen wahrgenommen haben.

Der Landkreis weist darauf hin, dass die Ergebnisse der handybasierten Warnungen, insbesondere von Cell Broadcast und den angeschlossenen Warn-Apps, durch das BBK ausgewertet werden. Die entsprechenden Informationen werden vom Bundesamt zeitnah veröffentlicht.