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NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur
Tag des offenen Denkmals am 13. September

© BENZ-FOTOGRAFIE
Terra Sigillata Museum in Rheinzabern. (Foto: Südpfalz Tourismus)
Am Sonntag, 13. September 2026 findet unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“ bundesweit wieder der „Tag des offenen Denkmals“ statt. Dabei werden Türen und Tore tausender Denkmäler für Interessierte geöffnet. Seit über 30 Jahren ist dies eine der größten Kulturveranstaltungen Deutschlands, bundesweit koordiniert von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.
Jedes Denkmal zeichnet sich durch seine besonderen Eigenschaften und Qualitäten aus – ob Bauweise und -materialien, Historie, längst Vergessenes oder etwas, das noch im Verborgenen liegt: am „Tag des offenen Denkmals“ öffnen sich die Türen zu spannenden Denkmalschätzen.
Alle Interessierten sind zu Streifzügen in die Vergangenheit eingeladen. Sämtliche an diesem Tag angebotenen Führungen und Besichtigungen sind kostenfrei.
Auch der Landkreis Germersheim lädt an diesem Tag wieder ein, sich Zeugnisse aus seinem reichen kulturellen Erbe intensiver anzuschauen. Zahlreiche historische Orte gilt es hier zu entdecken. Sämtliche angebotenen Führungen und Besichtigungen sind kostenfrei.
Stadt Germersheim:
Weißenburger Tor, Tourismus-, Kultur- und Besucherzentrum, Europaplatz 1
Öffnungszeit: 10 bis 17 Uhr
Das Weißenburger Tor wurde 1838, zusammen mit dem Ludwigstor im Nordwesten, nach Plänen von Friedrich von Gärtner errichtet. Mit der vorgelagerten Brücke über den Wallgraben vermittelt es einen guten Eindruck der ehemaligen Funktion als Stadttor. Tourismus-, Kultur- und Besucherzentrum. Die Ausstellung zur Festungsgeschichte kann besucht werden und es werden verschiedene Führungen angeboten.
Deutsches Straßenmuseum im Zeughaus, Zeughausstr. 10,

Fotografie Britta Hoff
Straßenmuseum Germersheim / Foto: Südpfalz Tourismus
Geöffnet: 11 bis 18 Uhr
Das Zeughaus ist während des Festungsbaues zwischen 1834 und 1861 entstanden. Es ist so wie das Ludwigstor auf Eichenpfählen errichtet worden. Der monumentale Bau mit 73 m Frontlänge und zwei Flügeln von jeweils 20 m Länge war als Defensivgebäude konzipiert und diente mit 37 Geschützständen und zahlreichen Gewehrscharten der Verteidigung wie die Kriegskasernen. In ihm lagerten zur Festungszeit Waffen und Ausrüstungsgegenstände. Während das Gebäude nach außen den Eindruck eines gewaltigen, wehrhaften Burgbaues erweckt, gleicht es in seiner Stadtfront mit den im Rundbogenstil gehaltenen Fenstern einem Palastbau. Da das Gebäude wertvolles Material in sich barg, ist die Konstruktion besonders stark. An den Ecken weisen die Mauern eine Stärke von bis zu vier Metern auf. Vom Betrachter aus gesehen hinter dem Zeughaus liegt noch eine einschenklige Grabenwehr mit 14 Geschützkasematten.
1986 wurde das Zeughaus saniert und für eine museale Nutzung hergerichtet. Im Zeughaus ist seit 1990 das „Deutsche Straßenmuseum“, das Geschichte und Entwicklung des Straßenbaus mit zahlreichen Ausstellungsgegenständen dokumentiert, untergebracht.
Zum Tag des offenen Denkmals wird es verschiedene Führungen geben.
Stadt- und Festungsmuseum Ludwigstor, Ludwigsring 2
Geöffnet 11 bis 17 Uhr.
Zusammen mit dem Weißenburger Tor 1838 errichtet, befindet sich das Ludwigstor im nordöstlichen Abschnitt der Fronte Carl mit vorgelagertem Waffenplatz samt Reduit. Heute beheimatet es das Stadt- und Festungsmuseum.
Angebote am Tag des offenen Denkmals: Kinderprogramm „Bastle Dir Dein eigenes Wappen“, Museumsrallye „Auf den Spuren von Rudolf von Habsburg“, Trödelmarkt mit Bücherecke, Führungen, Kuchen und Getränke.
Brennereimuseum „Tausendsassa Alkohol“, Klosterstraße 2
Geöffnet 11 bis 17 Uhr.
Die ehemalige Brennerei Berkel wurde im Jahr 1847 von Andreas Berkel in Germersheim als Essigfabrik und Branntweinbrennerei gegründet. Seine Söhne Joseph und Heinrich erbauten 1899 das Gebäude, in dem die PAN Brennerei Berkel betrieben wurde. Im Obergeschoss dieser historischen Brennerei befindet sich „Das etwas andere Brennereimuseum“. Das Brennereimuseum bietet Kurzführungen an. Zudem gibt es kalte Getränke.
Ziegeleimuseum Sondernheim (Ehemalige Alte Ziegelei Stubenrauch), Am Rheinhauptdeich zwischen Germersheim und Sondernheim.
Geöffnet von 11 bis 17 Uhr.
Die ehemalige alte Ziegelei Stubenrauch direkt am Rhein gelegen, öffnet als technisches Denkmal seine Pforten. Ab ca. 1835 erbautes Ziegeleianwesen mit Rundofen, Fabrikations- und Verwaltungsgebäude, Essen und Trockenhütten, Feldbahnbetrieb. Ziegelfertigung von 1836 – 1978.
Angebote am Tag des offenen Denkmals: Flohmarkt vom Feinsten auf der Rheinterrasse, Feldbahnfahrten, Führungen, Verköstigung.
Führungen in der Stadt Germersheim
Ziegeleimuseum Sondernheim
Führungen zwischen 11 und 17 Uhr (ab 10 Personen)
Tourismusbüro Weißenburger Tor
11 Uhr „Kunst-Tour: - Kunstobjekte und Skulpturen in der Festungsstadt“
15 Uhr „Das Weißenburger Tor und die Fronte Lamotte“
Brennereimuseum Tausendsassa Alkohol
13 Uhr und 15 Uhr „Das etwas andere Brennereimuseum“
Stadt- und Festungsmuseum
12 und 14 Uhr „Das Ludwigstor und sein Dachboden“
Germersheimer Friedhof, August-Keiler Straße 34
13 Uhr „Der Historische Friedhof“
Deutsches Straßenmuseum
16.30 Uhr „Themenvielfalt Straße“
Kirche St. Jakobus, Klosterstraße 13
17 Uhr „Die Kirche und ihre Krypta“
Information zu den einzelnen Objekten in Germersheim gibt es auch unter www.germersheim.eu oder www.germersheim-erleben.eu
Bellheim
Am Alten Sägewerk/ Mittelmühle, Mittelmühlstraße 7a
Die älteste Mühle des Ortes seit dem 17. Jahrhundert. steht in der langen Tradition der Mühlenkultur der Rheinebene. Über Jahrhunderte hinweg nutzten Korn- und Ölmühlen die fruchtbaren Erträge der Region. Angetrieben durch die Gewässer der Queich und des Spiegelbachs, spielte die Mühle eine essenzielle Rolle in der lokalen Landwirtschaft und Industrie. Im 19. Jh. erfolgte der Umbau zum Sägewerk, bevor das Gebäude ab 2009 unter tatkräftiger Mithilfe des Kulturvereins Bellheim e. V. zur Kulturstätte umgestaltet wurde. Heute wird es u. a. für wechselnde Ausstellungen genutzt. Die bewegte Vergangenheit des Ortes zeigt sich auch in seiner strategischen Lage. Durch die Nähe zur deutsch-französischen Grenze war die Mühle mehrfachen Gebietswechseln unterworfen. Während des Österreichischen Erbfolgekriegs (Aachener Friede 1748) war sie Teil der französischen Grenzbefestigung „Queichlinie“, die sich von Weißenburg über Landau bis nach Germersheim erstreckte. Geöffnet: 10:30 Uhr bis 17 Uhr.
Dort werden auch wechselnde Filme u.a. der Film: „Bellheim – Eine Zeitreise durch 1250 Jahre Geschichte“ gezeigt.
10.30 Uhr: Gästeführung durch Bellheim, ca. 1,5 Stunden ab Altem Sägewerk mit Reiner Elischer
10.30 Uhr: geführte Rundwanderung entlang der Queichlinien Richtung Knittelsheim, ca. 6 km, mit Arno Kern, Treffpunkt am Alten Sägewerk
14 Uhr: etwa einstündiger Vortrag mit dem Experten Hermann-Josef Schwab zur historischen Verteidigungslinie entlang der Queich
Die Veranstaltungen sind kostenlos. Für die Führungen ist eine vorherige Online-Anmeldung notwendig. Mehr Infos und Anmeldung unter: www.queicherleben.de -> Queich Buchen -> Queich Buchen- Erlebnisse und unter www.tag-des-offenen-denkmals.de/programm/
Zeiskam
Alter Bierkeller, K2, Ortsausgang Zeiskam Richtung Lustadt
Der alte Bierkeller ist ein restaurierter Erdkeller, von denen es früher viele in der Pfalz gab. Ende des vorletzten Jahrhunderts zur Lagerung von Bier gebaut, erfuhr er eine wechselvolle Geschichte.
11 und 14 Uhr Führungen durch den alten Bierkeller. Die Anmeldung für diese beiden Termine bitte per Mail oder WhatsApp unter 0173 5913451 bei Ortsbürgermeisterin Susanne Lechner: Gemeinde@zeiskam.de. Parkmöglichkeit Friedhof, direkt gegenüber.
Zudem um 10.30 Uhr: Gästeführung durch Zeiskam, ca. 1,5 Stunden ab Fuchsbachhalle, Bahnhofstr. 38 mit Konstanze Ertel
Kandel
St. Georgskirche Kandel, Marktplatz
Geöffnet 11 bis 20 Uhr. Der im Kern spätgotische Bau wurde Anfang des 15. Jahrhunderts errichtet und 1664 um einen dreijochigen Chor mit dreiseitigem Schluss erweitert. Das spätgotische Netzgewölbe wird von Parallelrippenfigurationen und Schildrippen verziert. Das Langhaus wurde um 1836 erneuert und um einen neugotischen Hallenbau mit sechs Jochen erweitert. 1842 fand die Einweihung der Stiehr-Orgel statt. 1684-1958 wurde der Sakralbau als Simultankirche genutzt. Die Orgel wurde 2020 restauriert.
Am Tag des offenen Denkmals: Vielfältiges Programm für Kinder und Erwachsene mit Führungen, Konzerten, Interventionen.
10 Uhr Gottesdienst „Gott und Spiel“, Kirchenführung mit Turmbesteigung um 14 Uhr und 16 Uhr, 15 Uhr Orgelführung für Kinder, 18 Uhr Konzert „Alles aus Freundschaft“, 19.30 Uhr Konzert „30 Jahre Glocken St. Georg“
Rheinzabern:
Terra-Sigillata-Museum, Rheinzabern, Hauptstraße 35, geöffnet von 11 bis 17 Uhr.
Das Terra-Sigillata-Museum Rheinzabern nimmt Interessierte mit auf eine Zeitreise ins römische Tabernae (heutige Rheinzabern). Zeugnisse der größten römischen Terra-Sigillata-Manufaktur nördlich der Alpen, die bis nach England und der Krim exportierte. Im Fokus stehen dieses Jahr die römischen Brennöfen, die im Schutzbau am Kindergarten Faustinastraße an ihrem Original-Standort erhalten werden konnten. Parallel ist das Museum kostenfrei geöffnet und es werden Führungen nach Bedarf angeboten. Weiter gibt es einen Keramik-Flohmarkt, Rallye für Kinder sowie einen Maltisch.
11.30 Uhr Spaziergang „Archäologische Spurensuche in Rheinzabern, Dauer 45 Minuten, Treffpunkt Eingang des Terra-Sigillata-Museums
Infos und Anmeldung zum Spaziergang: www.terra-sigillata-museum.de
Fachwerkhaus mit Bauerngarten, Rappengasse 11.
Besichtigungen nur im Rahmen der angebotenen Programmpunkte möglich. Führungen im Haus um 11, 13, 15 und 17 Uhr. Anmeldung unter E-Mail peter.hamburger@web.de oder telefonisch unter 0151 53206946.
Weitere Informationen zum „Tag des offenen Denkmals“
Das Veranstaltungsprogramm zum „Tag des offenen Denkmals“ mit allen Veranstaltungen in Rheinland-Pfalz und weiteren Infos gibt es im Internet unter www.tag-des-offenen-denkmals.de. Smartphone Nutzer wird ebenfalls unter www.tag-des-offenen-denkmals.de eine App zum Tag des offenen Denkmals kostenfrei angeboten. Damit haben alle Besuchende ortsungebundenen einen schnellen Überblick über das bundesweite und regionale Angebot am Denkmaltag.