Grenzüberschreitende Zusammenarbeit gestärkt: Waldbrand-Ausbildung

Waldbrand-Ausbildung Führungskräfte der Feuerwehren trainieren im Bienwald

In diesen Tagen fand im Bereich von Wörth am Rhein sowie im Bienwald eine landkreisübergreifende Ausbildungsveranstaltung zum Thema Waldbrandbekämpfung statt. Der Schwerpunkt lag dabei gezielt auf der Erkundung von Waldbränden – einer entscheidenden Phase, um fundierte Einsatzentscheidungen treffen und die weiteren Maßnahmen effektiv planen zu können.

Das Ausbildungsangebot richtete sich insbesondere an Führungskräfte der Feuerwehren. Teilgenommen haben Feuerwehrangehörige aus den Landkreisen Germersheim, Südliche Weinstraße sowie Südwestpfalz. Ergänzt wurde der Teilnehmerkreis durch Gäste aus der Stadt Landau in der Pfalz und den örtlich zuständigen Forstämtern. Besonders hervorgehoben wurde die enge und erfolgreiche Zusammenarbeit über Landkreisgrenzen hinweg, die bei solchen Einsatzlagen von großer Bedeutung ist. Eine besondere Qualität erhielt die Veranstaltung durch die Einbindung französischer Ausbilder. Diese wurden von Partnern aus Frankreich gestellt und brachten ihre umfassende Expertise im Bereich der Waldbrandbekämpfung sowie insbesondere in der taktischen Erkundung ein. Die Kooperation ist Teil der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit innerhalb der PAMINA-Region, in deren Rahmen seit Jahren ein intensiver Austausch sowie gegenseitige Schulungen stattfinden.

das foto zeigt Führungskräfte der Feuerwehren die im Bienwald trainieren.

Die Veranstaltung wurde bereits zum dritten Mal in diesem Format durchgeführt. Organisiert wurde sie durch die Wehrleitungen der Stadt Wörth am Rhein, der Verbandsgemeinden Bad Bergzabern und Dahn sowie durch den stellvertretenden Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Landkreises Germersheim, Mario Schmid.

Der Ausbildungstag begann mit einer theoretischen Einweisung am Vormittag. Am Nachmittag folgte eine umfangreiche praktische Übung im Bienwald, bei der die zuvor vermittelten Inhalte unmittelbar angewendet werden konnten. Dadurch wurde eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis sichergestellt. Das Feedback der Teilnehmenden fiel durchweg positiv aus. Die Veranstaltung wurde als äußerst effektiv und praxisnah bewertet. Auch politische Vertreter sowie der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Landkreises Germersheim, Christian Betzel, verschafften sich vor Ort einen Eindruck.

Landrat Martin Brandl betonte die Bedeutung solcher Formate für den Bevölkerungsschutz: „Vegetationsbrände stellen uns zunehmend vor neue Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, dass unsere Einsatzkräfte bestens vorbereitet sind und über Landkreis- und Ländergrenzen hinweg eng zusammenarbeiten. Die Ausbildung im Bienwald zeigt eindrucksvoll, wie gut diese Kooperation bereits funktioniert.“ Christian Betzel ergänzt: „Die taktische Erkundung ist ein zentraler Baustein bei der Waldbrandbekämpfung. Nur wenn wir die Lage schnell und korrekt einschätzen, können wir die richtigen Entscheidungen treffen. Der intensive Austausch mit den französischen Kollegen ist dabei ein großer Gewinn für alle Beteiligten.“

Die Übung unterstreicht die Bedeutung grenzüberschreitender Kooperation und kontinuierlicher Weiterbildung, um den steigenden Anforderungen bei Vegetationsbränden professionell begegnen zu können.